Gemeinschaftsschule

 

Vorteile der Gemeinschaftsschule

 

Gemeinschaftsschule - Vorteile-h

Die Gemeinschaftsschule bietet neben den Schulabschlüssen der Sekundarstufe I (Hauptschulabschluss, mittlerer Bildungsabschluss) auch das Abitur nach neun Jahren an. Darüber hinaus eröffnet die Gemeinschaftsschule durch eine frühzeitige und praxisbezogene Berufsorientierung Wege in ein erfolgreiches Berufsleben. Hauptziel der Gemeinschaftsschule ist die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Gemeinschaftsschulen haben entweder eine eigene gymnasiale Oberstufe am Standort oder kooperieren mit Oberstufen anderer Schulen.

 

Unterrichtsangebot und Unterrichtsorganisation

Zum Pflichtunterricht in der Gemeinschaftsschule gehören die Fächer Deutsch, Mathematik, Erste Fremdsprache, Naturwissenschaften (bis Klassenstufe 8), Biologie, Physik und Chemie (ab Klassenstufe 9), Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Erdkunde, Sozialkunde), Arbeitslehre, Religion, Sport, Bildende Kunst und Musik.

Besonderheiten im Unterrichtsangebot der Gemeinschaftsschule finden sich bereits in Klassenstufe 5 und 6:

  • die Klassenleitungsstunde, in der aktuelle Themen, Probleme und  organisatorischer Angelegenheiten besprochen werden,
  • das Fach »Lernen lernen«, das der systematischen und nachhaltigen Vermittlung von Methoden, Techniken und Lernstrategien dient und
  • das Fremdsprachangebot, wonach alle Schülerinnen und Schüler in der Orientierungsstufe zwei Fremdsprachen lernen, eine davon (Französisch oder Englisch) im vierstündigen Lehrgang, die jeweils andere im zweistündigen Sprachkurs.

An der Gemeinschaftsschule wird die Schullaufbahn, d. h. die Festlegung auf bestimmte Schulabschlüsse, möglichst lange offen gehalten. Jedes Kind wird entsprechend seiner Begabung individuell gefördert; der Unterricht orientiert sich an den Lernvoraussetzungen und Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler. Dazu bedarf es einer besonderen Unterrichtsorganisation, die ab der Klassenstufe 7 den Unterricht in verschiedenen Fächern auf verschiedenen Anspruchsebenen vorsieht.

Innerhalb der Klassenstufe 7 haben die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtbereiches die Möglichkeit, ein weiteres Fach, das ihren Interessen und ihrer Begabung entspricht, auszusuchen. Sie haben die Wahl zwischen der Zweiten Fremdsprache (4-stündig) oder dem Fach »Beruf und Wirtschaft« (2-stündig). Das Fach »Beruf und Wirtschaft« müssen die Schülerinnen und Schüler mit einem anderen 2-stündigen Angebot der Schule – z. B. mit dem Sprachkurs oder mit dem Fach »Arbeitslehre« – kombinieren.

 

Berufsorientierung

Berufsorientierung hat in der Gemeinschaftsschule einen hohen Stellenwert. Deswegen sind unter anderem Betriebserkundungen, Praxistage in Betrieben und ein dreiwöchiges Betriebspraktikum vorgesehen.

Jede Gemeinschaftsschule

  • thematisiert Berufsorientierung in allen Klassenstufen.
  • macht alle Berufsfelder sowohl für Jungen als auch für Mädchen zugänglich.

Ziele:

  • eigenverantwortliche Berufswahl
  • erfolgreicher Übergang von der Schule in den Beruf

 

Wiederholen einer Klasse

In der Klassenstufe 8 wird erstmals eine Versetzungsentscheidung getroffen. Ein freiwilliges Wiederholen ist auf Antrag der Eltern aber auch bereits in den vorangegangenen Klassenstufen möglich.

 

Pädagogische Ziele

  • Individuelle Begabungen fördern
  • Fördern statt wiederholen:

Versetzungsentscheidung am Ende der Klassenstufe 8

  • Selbstständiges Lernen unterstützen
  • Individuelle Lernwege bereitstellen
  • Fächerübergreifendes und projektorientiertes Lernen

 

Quellen

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Das Saarland macht Schule

 

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Welche_Schule_fuer_mein_Kind_2014-1