Kontakt

GemS Schmelz
-Kettelerschule-
Wilhelm-Busch-Straße 11
66839 Schmelz

Telefon: (06887) 25 70
Fax: (06887) 88 71 26

Ein Jahr verbringt Selina S., Schülerin der Kettelerschule, derzeit in den USA

Hier berichtet Selina von ihren Erfahrungen

Selina Schmidt-hFangen wir aber mal am Anfang an: Mein Flieger ging Anfang August um 5 Uhr morgens in Frankfurt. Von dort aus ging es nach New York (Der Flughafen ist riesig, da faehrt man mit einem Zug zu den verschiedenen Terminals!) und von dort aus nach South Bend, das ist etwa 30 Minuten von meinem derzeitigen Zuhause, Cassopolis, entfernt.

Cassopolis ist ein kleiner Ort mit ungefaehr 2000 bis 3000 Einwohnern, aber allein hier gibt es sechs Austauschschüler in unserer kleinen Schule. Die Leute hier sind sehr offen und nett und ich wurde vom ersten Tag an wie einer von ihnen behandelt. Ich komme mehr als gut mit meiner Gastfamilie klar, wobei ich sagen muss, dass ich sie nicht mehr als normale Gastfamilie ansehe, sondern als richtige 2. Familie.

Die USA sind anders als Deutschland, aber es gefällt mir total! Selbst die kleinsten Dinge sind anders. Während man in Deutschland hauptsächlich bar bezahlt, bezahlt man hier in den USA selbst die kleinsten Beträge mit einer Karte.

Ich erlebe und lerne jeden Tag Neues und habe auch schon viele Freunde gefunden.

Die ersten zwei Wochen waren sehr stressig und ich habe auch kaum geredet oder gegessen. Die neue Umgebung, all die neuen Eindrücke, eine komplett neue Familie plus dass man auf sich allein gestellt ist und einfach niemanden kennt, hat mir zugesetzt, aber das geht den meisten Austauschschülern so in der Anfangszeit.

Nach dieser Zeit hatte ich mich an das Meiste hier gewöhnt und auch eingelebt.

Ich hatte noch vier Wochen Ferien, bevor der erste Schultag kam. Es war total warm! Mittlerweile ist es richtig kalt und geschneit hat es auch schon.

Während den Ferien haben mir meine Eltern Michigan gezeigt und wir sind zu einem riesigen See gefahren, an dem wir den Tag verbracht haben. Dieser See wird hier als „Meer“ angesehen, da er so riesig ist, dass man das andere Ufer gar nicht sehen kann und am anderen Ufer ein anderer Staat liegt.

Und dann kam er: Der erste Schultag. Ich habe mich den ganzen Tag lang verlaufen und meinen Spind konnte ich auch nie öffnen. Ich habe richtig coole Lehrer und der Direktor gibt mir immer ein High Five oder eine Brofaust, wenn er mich sieht.

Ich wurde in die 12. Klasse gestuft, da das Bildungssystem in Deutschland viel besser als in den USA ist. In Physik nehmen wir Stoff durch, den ich in Deutschland in der 8. durchgenommen habe.

Generell ist das komplette Schulsystem hier anders. Man kann sich seine Fächer vor Schulbeginn selbst aussuchen, das ist richtig nice. Die Schule fängt um 7:45 a.m. an und endet um 2:50 p.m..

Gestern hatten wir einen Physiktest und ich war ziemlich geschockt, als mein Lehrer uns fünf Minuten Zeit gegeben hat, um alle Blätter aus unseren Ordnern zu nehmen, die wir vielleicht brauchen könnten, und wir durften die benutzen! Ich meine, was ist da der Sinn des Tests?

Ich habe auch keine Probleme in der Schule, ich verstehe fast alles. Bis auf Civics (da geht es um die Regierung, wie alles geregelt wird und so weiter), da in diesem Fach viele unverständliche Wörter aufkommen.

Aber ansonsten geht es mir super.

Da ich mich mit meinen Freunden verabredet habe, muss ich jetzt leider los, aber ich schreibe bestimmt nochmal!

Viele Grüße an alle in der Schule aus den USA!